Jahresrückblick 2018

Januar

Der Januar 2018 war für unseren Verein geprägt von einer Großaktion. Wir zogen von der Knodestraße in ein neues Zuhause in der Dorfstraße 1, ganz in der Nähe des Künstlerzentrum Ku-Damm und von GESTA e.V. Außerdem stellten wir am 11.1 unsere Projekte beim Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz vor: Die Stadt Aschaffenburg fördert einmal jährlich zwei Projekte mit dem “Agenda-21-Preis” für soziales, ökonomisches und ökologisches bürgerschaftliches Engagement. Für das Jahr 2018 wurden wir vom Aschaffenburger Repair Cafe nominiert.

Februar

Der Februar begann für uns mit dem Helfen beim Repair Cafe. Die Aschaffenburger Reparaturinitiative veranstaltet Repair Cafes mit Kaffe, Kuchen und “Hilfe zur Selbsthilfe” (sofern möglich) an wechselnden Orten in der Stadt Aschaffenburg. Dabei helfen in der Regel einige Mitglieder von uns bei der Reparatur von technischen Geräten.

März

Auch im März halfen wieder Mitglieder von Schaffenburg beim Repair Cafe, diesmal im Stadteilzentrum B4.
Ende des Monats fuhren 5 Mitglieder nach Würzburg zum “Easter Hegg”, einer allösterlichen, workshoplastigen Veranstaltung des Chaos Computer Club. Unser Mitglied Andreas hielt dort einen Vortrag über ein Multimedia-Framework, das Dinge wie Videoverarbeitung und Streaming ermöglicht.

April

Im April fand in der Katakombe im Martinushaus wieder ein Repair Cafe statt, bei dem wieder helfende Hände von Schaffenburg unterstützten.

Mai

Im Mai ging es zur Gulaschprogrammiernacht von Entropia e.V. im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.

Juni

Auch in diesem Monat fand ein Repair Cafe statt, am 16. im JUKUZ.
Am 22. Juni in der städtischen Umweltstation auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz erhielten wir bei einer feierlichen Übergabe den Agenda 21 Preis der Stadt, den wir uns mit dem Martinus-Haus teilen.

August

Im August brachten wir Kinderaugen zum leuchten. Nach der Erprobung mit Vereinsnachwuchs übergaben wir deren Kindergarten, der KiTa der ev. Christuskirche in der Dinglerstraße, bei der Sommer-Abschiedsfeier ein Abschußgerät für Papier-Raketen die von den Kindern selbst gebastelt werden können. Die beiden mitgebrachten Raketen wurden von den Kindern viele Male abgeschossen und auch mit Begeisterung wieder aufgesammelt. Ein paar Wochen nach der Sommerpause bekamen wir von den Kindergartenkindern gemalte, von den Raketen inspirierte Bilder als Dankeschön zugeschickt.
Später bekamen wir noch internationalen Besuch: Chris Gerlinsky aus Kanada, vom Makerspace Nanaimo (Vancouver Island), besuchte uns als erster Gast im Rahmen unseres “Space Exchange” Programms.

September

Bei der Aschaffenburger LGBT*-Jugendgruppe “rAinBows” gestalteten wir am 13.9. einen Gruppenabend mit dem Löten von bunt leuchtenden Blinkeklammern im JUKUZ.
Am 29.9. durfte unser neuer Space erstmals als Veranstaltungsort für das Aschaffenburger Repair-Café herhalten. Schaffenburger und Gäste von C4HN halfen bei Elektronik-Reparaturen, übernahmen die Organisation und kümmerten sich ums leibliche Wohl der Gäste. Im Anschluss fand im Space die interne Jubiläumsfeier mit anschließender Jahresplanung des Repair-Cafés statt.

Oktober

Am 14.10. debütierte Schaffenburg mit einem Kinderlötkurs im Jugendtreff Katakombe im Martinushaus. Dabei bastelten wir mit 6 Kids im Alter zwischen 7 und 11 wieder die lustigen, bunt blinkenden Wäscheklammern mit einer Knopfzellenbatterie als Spannungsversorgung. Dabei weihten wir auch unsere kurz zuvor von der Firma ERSA aus Wertheim gesponserten Lötstationen ein.

November

Ganz besonders gefreut haben wir uns über den Space Exchange Besuch von Alex und Nico am 9.11. Der Franzose und der Belgier haben in den letzten 6 Jahren übewr 250 Hacker- und Makerspaces besucht und wollen so ein Netzwerk von Initiativen knüpfen und so auf europäischer Ebene ein Austauschprogramm ähnlich wie Erasmus-Auslandsstudien etablieren.

Zusätzlich zur GPN gibt es im Herbst auch noch die Glühweinprogrammiernacht in Karlsruhe. Dieses Jahr sind wir am 23.11. kurzentschlossen zu dritt hingefahren und haben uns dabei mit Fliege und Schlips ausstaffiert, um dem für Chaos-Events eher ungewöhnlichen Dresscode gerecht zu werden. Dieser war anlässlich der Premiere des Films “All Creatures Welcome” ausgelobt worden.

Ein Repair Cafe fand auch wieder statt, dieses Mal ganz in der Nähe bei GESTA. Außerdem wurde im MIZ Mehrgenerationenhaus erstmalig am 21. November ein Workshop mit Beratung für den Umgang mit Technik für Senioren durchgeführt, welcher nun regelmäßig stattfinden wird.

Dezember

Bei unserem 2. Kinderkurs in der Katakombe im Martinunshaus wurden mit 7 Teilnehmern Plätzchen-Ausstechformen am Computer entworfen und dann aus lebensmitteltauglichem Kunststoff mit dem 3D-Drucker gedruckt. Weiterhin nahmen wir mit selbstgedruckten Plätzchenformen am DIY-Weihnachtsmarkt im Jukuz teil.

 

Auch internationaler Austausch im Rahmen des “Space exchange” fand statt: Ein Schaffenburger besuchte das Roglab in Ljubljana.

Einen Höhepunkt stellt auch die Teilnahme am 35. Chaos communication Congress des CCC in Leipzig, mit 17.000 die größte Veranstaltung für Hacker in Europa. Hier konnten sich 2 Schaffenburger unter 600 Bewerbern für 150 Vorträge durchsetzen, mit den Themen “Sicherheit bei Smart Home Komponenten” und “Reparaturinitiativen”. Insbesondere der erste Vorschlag erzeugte großes Medieninteresse, so berichteten unter anderem das ZDF online, das Handelsblatt und bereits im Vorfeld das Main-Echo.

Über den Author Dg3hda

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